Sanieren #5: Isolierung und Dämmung Kelleraußenwand

Problematisch bei den Häusern aus den 1960-er bist 1970-er Jahren ist oftmals die Isolierung der Kelleraußenwände und auch der Sohle gegen Feuchtigkeit. Das Geld war knapp und man war froh überhaupt bauen zu können. So war es auch in unserem Fall. Die Kellerwände wurden in Kalksandstein gemauert und von außen mit Teer oder Bitumen einmal oder manchmal auch zweimal schwarz gestrichen. Eventuell hat man dann noch eine Drainage eingebaut. Verfüllt hat man dann oftmals mit dem vorhanden Bodenaushub.

In unserem  Fall war das leider Lehm. Und die Geländeoberfläche fällt von dem Nachbargrundstück zum Haus hin leicht ab.  Lehm hat nun die dumme Eigenschaft,  dass er ewig braucht um sich zu setzen und zu verfestigen. So ist also das Regen- und auch das Schmelzwasser munter gegen das Haus gelaufen und durch die Wand eingedrungen oder auch durch die Wanddurchführungen für Wasser, Strom und Abwasser.

 

 

Kellerwandabdichtung, Sanierung, Lübeck
Kellerwandabdichtung, Sanierung, Lübeck

Hier sieht man schon die fertige Kellerwandabdichtung mit einem modernen Zwei-Komponenten-Dichtmittel. Diese werden mehrfach aufgetragen. Man sieht auch die Wanddurchführungen für die verschiedenen Medien und das Abwasser. Auf diese Abdichtung habe ich dann zusätzlich 10 cm Dämmung aufgeklebt und diese vor der Verfüllung mit Baufolie abgedeckt.Alternativ kann man auch Bitumen-Dichtbahnen aufbringen. Wichtig ist nur mit großer Sorgfalt zu arbeiten.

Kellerwanddämmung, Sanierung, Lübeck

Die ersten 1,5 m habe ich von Hand geschachtet. Das war etwas mühsam, weil der feuchte Lehm sich ein wenig wie Nougatcreme angefühlt hat. Es war aber von Vorteil, da die Lage der Leitungen für die Medien nicht bekannt war und ich sie so alle vorsichtig freilegen konnte. Die letzen 80 cm hat glücklicherweise dann der Tiefbauer  mit dem Bagger ausgehoben. Es wird immer nur eine Wandseite in ausreichender Arbeitsbreite ausgehoben.

Wenn man schon einmal den Graben aufgebuddelt hat, ist es eine gute Gelegenheit für spätere eventuell Anforderungen ein zusätzliches Leerrohr einzubauen. In unserem Falle kann es sein, das dass Haus zukünftig an eine zentrale Abwasseranlage angeschlossen werden wird. Wir brauchen dann am Haus nur ein Kopfloch graben und das Leerrohr anschließen. Solch ein Leerrohr kann  also zukünftig viel Arbeit sparen. Man kann es z. B. auch nutzen um später andere Medien wie Glasfaserkabel oder Gasleitungen durchzuschieben.

 

Sanierung Kelleraußenwand, zusätzliches Leerrohr
Sanierung Kelleraußenwand, zusätzliches Leerrohr