Augen auf beim Immobilienkauf

Für viele Menschen sind die eigenen vier Wände ein großer Traum. Eine eigene Immobilie bietet die Möglichkeit  sich räumlich ganz nach eigenen Wünschen verwirklichen zu können und schafft Unabhängigkeit. Auch erscheint es ein gutes Mittel der Altersvorsorge zu sein.

Doch es gibt ein ganze Reihe von Knackpunkten, die man sorgfältig abwägen muß:

Vor dem Kauf

Sorgfältig gilt es das Alter der Immobilie zu hinterfragen. Oftmals ist ein niedriger Preis bei einem neueren Haus ein Anzeichen für mögliche Mängel. Bei einem Altbau kann er auf einen hohen Renovierungsbedarf hindeuten. Dies sollte bei einer Besichtigung jedenfalls angesprochen werden. Der Makler ist der Fachmann und muß in jedem Fall nach bestem Wissen Auskunft geben. Und auch der Eigentümer darf Mängel nicht verschweigen. Eine wichtige Frage kann auch die nach dem Denkmalschutz sein. Passt das Objekt zu Ihrer Lebensplanung? Wird die Größe auch in absehbarer Zukunft noch passen? Umgebungs- und Lagecheck: Welche Schulen und Einkaufsmöglichkeiten sind in der Nähe? Wie ist die Bevölkerungsstruktur? Sind in der Umgebung Änderungen in der Bebauung geplant? Es lohnt sich oftmals, die Umgebung des Wunschobjekt zu unterschiedlichen Tageszeiten und auch an unterschiedlichen Tagen zu inspizieren.

Nicht billig

Nimmt man die momentan sehr günstigen Zinsen für die Finanzierung hinzu, so scheint der Traum vom Haus doch schon etwas näher gerückt zu sein. Doch diese Idee haben Sie ja nicht ganz alleine und so wirkt sich die steigende Nachfrage auf die Preise aus. Hinzu kommen all die Kosten, die sich nebenbei ergeben.

Nebenkosten des Erwerbs

Neben dem eigentlichen Hauskauf fallen noch diverse Nebenkosten beim Grunderwerb an. Dies kann zum einen die Maklercourtage sein. Diese muß dann, wenn Sie vom Käufer zu zahlen ist, von diesem aus Eigenkapital bestritten werden. Wenn sie vom Verkäufer gezahlt wird, gibt es die Möglichkeit diese in die Finanzierung einzubinden. Häufig werden Immobilien ohne Makler angeboten. Aber auch dann fallen Vertriebskosten und Nebenkosten der Vertragsabwicklung an. So wird hier also nicht wirklich gespart.

Es wird die Grunderwerbssteuer fällig, die immer dann gezahlt werden muß, wenn eine rechtliche Änderung in den Eigentumsverhältnissen eines Grundstücks geschieht.

Weitere beachtenswerte Nebenkosten sind die Grundbucheinträge (ca. 1,5 % der Kaufsumme) und die Notargebühren (ca. 1 % der Kaufsumme).

Kosten nach dem Immobilienkauf

Auch nach dem Kauf gibt es eine lange Liste der Postitionen  die kostenmäßig ins Gewicht fallen:

O   Grundsteuer

O   Wasser/Abwasser/ Strom

O   öffentliche Abgaben wie  Straßenreinigung, Abfallgebühren, Schornsteinfeger, Rundfunkgebühren

O   diverse Versicherungen fürs Gebäude und den Inhalt

O  Rücklagen für Instandhaltungskosten (z.B. Heizungsmodernisierung)

O   Anlieger werden  auch gerne für die Straßenausbaubeiträge herangezogen. Höhe und   Anteil  an diesen Kosten können variieren, ganz vermieden werden können Sie jedoch nicht.

Blick in die Zukunft

Es lohnt sich auch sich bereits im Vorwege des Erwerbs Gedanken über die Vertragsbindung bei der Finanzierung zu machen. Laut Statistik dauert es 28 – 32 Jahre bis der Kaufpreis für eine Immobilie getilgt ist. Bei dem jetztigen Zinsniveau ist eine langfristige Vertragsbindung unbedingt zu empfehlen, um auch auf dieser Seite Sicherheit zu haben. Als Verbraucher hat man entsprechend  den Regeln des BGB  nach 10 Jahren ein Sonderkündigungsrecht.